Enduro WM England und Frankreich 2008

Kehr und Hartmann weiter mit Top-Leistungen in der Weltmeisterschaft!

Nach einer mehrwöchigen Pause wurde die Enduro Weltmeisterschaft mit einer Doppelrunde in Wales und Frankreich fortgesetzt. Als erster Austragungsort begrüßte Llanidloes in Wales auf der britischen Insel die Piloten. Dort erwartete Marcus Kehr und Mike Hartmann ein extrem anspruchsvoller Weltmeisterschaftslauf bei äußert widrigen Witterungsbedingungen. Britischer Regen sorgte über das gesamte Rennwochenende für einen extrem rutschigen und schlammigen Untergrund, bei dem sich zudem nur eine Fahrspur heraus kristallisierte. In der darauf folgenden Woche ging es über den Kanal zurück aufs europäische Festland und man reiste zum französischen Austragungsort nach Uzerche. Dort, im nordwestlichen Zentralmassiv, sorgten strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen für angenehme Bedingungen bei der sechsten Runde zur Enduro Weltmeisterschaft 2008. Marcus Kehr und Mike Hartmann knüpften in Wales und Frankreich nahtlos an die starken Leistungen der bisherigen Rennen in der Weltmeisterschaft an und festigten mit tollen Vorstellungen ihre Platzierungen in den Top-10 der Gesamtwertung der Klassen E1 (Hartmann) und E3 (Kehr).

Klasse E1: Mike Hartmann solide und konstant unterwegs

Mit konstant guten Leistungen präsentierte sich Mike Hartmann bei der fünften und sechsten Runde zur Enduro Weltmeisterschaft 2008. Mit einer gerade beeindruckenden Kontinuität sicherte sich der Heidenheimer am ersten Tag jeweils den elften Rang, steigerte sich am zweiten Fahrtag nochmals und wurde dort zweimal sehr guter Neunter. Mit diesen konstanten Leistungen konnte Hartmann den neunten Platz in der Gesamtwertung der Enduro Weltmeisterschaft der Klasse E1 zurückerobern. Mike Hartmann: „Es geht weiter aufwärts und voran. In Frankreich hatte ich lange Zeit die Chance auf Rang acht, aber da ist mir dann ein gestürzter Fahrer dazwischen gekommen und das hat mich fast eine halbe Minute gekostet. Der Sturz im Steinfeld passiert, dort gab es nur eine Spur und ich musste mich machtlos hinten anstellen. Jetzt bin ich aber wieder in den Top-10 platziert und das will ich auf jeden Fall halten. Rang sieben ist theoretisch möglich, aber dazu muss alles passen und auch die Konkurrenz ein wenig mitspielen. Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächsten Rennen und Aufgaben.“

Klasse E3: Marcus Kehr inmitten der Weltelite

Marcus Kehr untermauerte ein weiteres Mal seine Ambitionen in der Weltspitze auf eindrucksvolle Art und Weise. In Wales mit zwei tollen fünften Rängen voll bei den Leuten, setzte der Flöhaer in Frankreich nochmals einen drauf und verpasste am zweiten Fahrtag mit Rang vier nur denkbar knapp das Podium. In der Gesamtwertung der Enduro Weltmeisterschaft der Klasse E3 ist Kehr weiterhin auf einem hervorragenden fünften Rang inmitten der Weltklasse platziert. Marcus Kehr: „Drei Tage sind fast optimal gelaufen, nur den ersten Tag in Frankreich muss ich abhaken. Da bin ich gleich in der ersten Prüfung gestürzt und lag aussichtslos am Ende des Feldes. Bei der Aufholjagd hatte ich dann noch mal Probleme mit der Tankentlüftung, was sich als Folge des Sturzes herausstellte. Ziemlich frustriert habe ich den Tag zu Ende gefahren, aber Rang dreizehn hat mir überhaupt nicht gefallen und war allerhöchstens Schadenbegrenzung. Der zweite Tag lief dann einwandfrei und ich konnte mich gleich vorne festsetzen. Schade, das ich das Podium so knapp verpasst habe. Allerdings haben wir noch ein paar Rennen und ich will ja auch den fünften Rang in der Gesamtwertung verteidigen.“

Resultate und Ergebnisse: www.abc-wec.com

DMSB KTM BvZ Enduro Junior Team in der Junioren-WM

Mit Andreas Beier und Edward Hübner traten zwei Nachwuchspiloten des DMSB KTM BvZ Enduro Junior Team beim Weltmeisterschaftslauf in Frankreich an. Nach zwei abwechslungsreichen Renntagen konnte sich Edward Hübner mit den Rängen elf und zwanzig in Szene setzen, während Andreas Beier nach Pech am ersten Fahrtag lediglich am zweiten Fahrtag auf Rang vierzehn punkten konnte.

Edward Hübner: „In der Weltmeisterschaft gehen die Uhren schon ganz anders. Im gesamten bin ich mit meiner Leistung gut zufrieden. Die Zeiten haben gepasst, ich konnte gut mithalten und der elfte Rang stimmt mich zuversichtlich. Leider ist mir am Sonntag gleich zu Begin bei einem Sturz die Kupplungsarmatur abgebrochen und das war schon ein arger Nachteil. Dass ich auf Rang zwanzig dennoch punkten konnte, hat mich sehr gefreut.“

Andreas Beier: „An diesem Wochenende habe ich viel Lehrgeld bezahlt und der vierzehnte Rang am Sonntag ist nicht gerade das was ich mir vorgestellt hatte. Am Samstag hat es die Kette in einer tiefen Spur richtig runter gehauen, diese sich dann zwischen Schwinge und Ritzel derart verkeilt, dass an einen Weiterfahrt nicht zu denken war. So war der Samstag gleich gelaufen. Ich habe das Motorrad zwar noch bis ins Ziel der Prüfung geschoben, aber danach blieben alle Reparaturversuche ohne Erfolg. Schade, ich hatte mir mehr ausgerechnet.“

Resultate und Ergebnisse: www.abc-wec.com

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