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Enduro EM 2009 – 1. Lauf Frankreich

Enduro Europameisterschaft No Comments

Auftakt zur Enduro Europameisterschaft 2009 in Frankreich

Zur ersten Runde der Enduro Europameisterschaft ging es für Marco Straubel aus dem Team BvZ KTM Racing nach Riom-ès-Montagnes. Die französische Gemeinde liegt im Nordwesten des Cantal, im Tal der Véronne und inmitten des Regionalen Naturparks Volcans d’Auvergne. Hatten angenehme Temperaturen in den Tagen vor der Veranstaltung für optimale Bedingungen gesorgt, so setzte pünktlich eine Stunde vor dem Start am Samstag Regen ein. Der Regen begleitete die Piloten über beide Veranstaltungstage und schaffte schwierigste Bedingungen. Der Veranstalter zog trotz der widrigen Umstände das Rennprogramm wie geplant durch und lediglich eine um fünf Minuten erhöhte Fahrzeitvorgabe am zweiten Fahrtag wurde den Piloten gegönnt. Neben Marco Straubel gingen Andreas Beier und Edward Hübner aus dem DMSB Enduro Junior Team in Frankreich an den Start. Die beiden Nachwuchsfahrer sollten in der Junioren Europameisterschaft internationale Erfahrungen sammeln und sich im stark und hochkarätig besetzten EM-Feld weiter entwickeln.

Klasse Senior E2: Marco Straubel mit starken Leistungen in den Top-10

In der Klasse Senior E2, dort starten die Piloten über 23 Jahre, zeigte Marco Straubel

sein Leistungspotential im internationalen Vergleich auf. Am ersten Tag als Zehnter im Ziel, setzte der Zarnekauer am zweiten Fahrtag noch einen drauf und holte sich einen starken siebten Rang. Damit ist Straubel nach dem Auftaktrennen auch in den Top-10 im Zwischenklassement der Europameisterschaft der Klasse Senior E2 plaziert. Marco Straubel: „Schon bei der Begehung im Trockenen haben die Prüfungen echt heftig gewirkt. Aber wie sich diese dann durch den Regen nochmals verändert haben, das war schon richtig extrem. Das war ein reines Glücksspiel auf den glatten Felsen, ein Fehler und du hast gleich auf der Nase gelegen. Am ersten Tag bin ich komplett ohne Sturz über die Runden gekommen. Dabei war ich allerdings zu Beginn etwas zu vorsichtig und zaghaft. Am Ende wurde es dann besser und besser aber den Rückstand habe ich nicht ganz aufholen können. Dennoch war ich mit Rang zehn ganz zufrieden, zumal meine Zeit in der E3 für das Podium gereicht hätte. Am zweiten Tag musste ich dann gleich zweimal zu Boden. Beim ersten Extremtest ist ein Kontrahent vor mir gestürzt und blockierte die einzige Fahrspur. Beim Versuch ihn zu passieren bin ich ebenfalls gestürzt und habe dabei über eine halbe Minute verloren. Im Crosstest wollte ich das ganze dann wieder gut machen, aber dann bin ich zu optimistisch in eine Kurve hinein und das Vorderrad ist mir weggerutscht. Trotzdem lief der Rest ganz prima und im Ziel war ich dann als Siebter notiert. So bin ich ganz zufrieden, beide Male als bester Deutscher und in den Top-10 der Europameisterschaft platziert“.

Klasse Junior E1: Andreas Beier verpasst nur knapp den Tagessieg

Mit hervorragenden Leistungen wartete Andreas Beier beim EM-Auftakt in Frankreich

auf. Der Junior aus dem DMSB Enduro Junior Team startete selbstbewusst und kämpfte am Samstag um den Tagessieg. Allerdings kam das dicke Ende im Ziel als der Krumhermersdorfer disqualifiziert und so um die Früchte seiner Weltklasseleistung gebracht wurde. „Ich kann das noch nicht wirklich in Worte fassen, was hier heute abgegangen ist. Es war eine meiner besten Leistungen und dann passiert so etwas. An der vorletzten Zeitkontrolle hat mich ein übereifriger Funktionär zum falschen Zeitpunkt in die falsche Zeitkontrolle geschickt und so hat man mich am Ende des Tages disqualifiziert. Es ist einfach unglaublich, da fährst du fast 1500km hierunter und dann macht man dir das tolle Resultat einfach so kaputt. Die Europameisterschaft besteht nur aus acht Veranstaltungstagen und da bin ich mit dem Nuller vom Samstag schon fast chancenlos im Kampf um einen Spitzenrang.“ Der Sonntag lief dann wiederum nicht ganz so schlecht und Rang vier stand zu Buche. „Die Enttäuschung von Gestern sitzt noch tief und irgendwie war die Luft heute raus. Der vierte Rang ist ganz ok, hatte ich doch den ein oder anderen Sturz eingebaut. So war ich bis zur letzten Prüfung sogar auf Rang drei platziert, doch bei einem Sturz im Wald habe ich über eine halbe Minute liegengelassen und das war´s dann“, so Beier.

Klasse Junior E2/E3: Edward Hübner mit Magen-Darm-Virus gehandicapt

Für Edward Hübner verlief der Auftakt zur Enduro Europameisterschaft mit den Rängen vierzehn und zwölf überhaupt nicht nach Wunsch und entsprechend zog der Junior aus dem DMSB Enduro Junior Team Bilanz: „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt und mir wesentlich mehr ausgerechnet. Aber leider hat die Gesundheit nicht ganz mitgespielt und mich stark eingebremst. Am Freitag habe ich komplett mit einem Magen- Darm-Virus flachgelegen und der hat mich bis jetzt noch nicht richtig verlassen. Ich habe alle Kräfte mobilisiert und bin dennoch an den Start gegangen. Allerdings haben die extremen Bedingungen alles gefordert und ich konnte teilweise nicht mehr attackieren, da meine Kräfte nur eingeschränkt zur Verfügung standen. Wenigstens habe ich zweimal gepunktet und so etwas Schadenbegrenzung betrieben. Es folgen ja noch ein paar Läufe und dann greife ich, hoffentlich vollständig gesund, richtig an“.

Resultate und Ergebnisse unter: www.uem-online.org

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